Was ist OnPage-Optimierung?

Im Gegensatz zur OffPage-Optimierung nimmst du OnPage-Optimierungen an deiner Webseite selbst vor und wirst nicht von Dritten beeinflusst. Es gibt drei Arten der Optimierung: inhaltliche, strukturelle, technische. Inhaltliche und strukturelle OnPage-Optimierungen umfassen Massnahmen zur Erstellung von gut strukturierten Texten und qualitativ hochwertigen Inhalten. Technisch solltest du im Quellcode fehlerfreies HTML schreiben, Meta-Angaben und alt-Attribute für Bilder hinzufügen und deinen Seitentiteln aussagekräftige title-Attribute spendieren. Alle weiteren Optimierungen und Tipps zur OnPage-Optimierung erfährst du nun im Detail.

Passende Keywords

  • Wenn du dich pro Artikel oder Seite auf wenige wichtige Keywords beschränkst, machst du gute Punkte für dein SEO-Ranking. Halte es aber im Rahmen. Der wichtigste Ort für dein Keyword ist der title-Tag.
  • Die passenden Keywords findest du, indem du dich fragst, wonach deine Leser suchen würden, welche Schreibweisen und Formulierungen sie benutzen. Diese gleichst du dann ab mit dem, was du wirklich tust. Sonst führst du Besucher in die Irre.
  • Versuche zunächst leichtere Keywords als die Grossen, die bereits von bekannten Marken dominant besetzt sind. Google zieht solche Marken nämlich vor.
  • Sorge nun dafür, dass du am Anfang, in der Mitte und am Ende jeweils einmal dein Keyword erwähnst. Auch Schlüsselwörter, die du mit deinem Haupt-Keyword kombinierst, helfen dir besonders im Long Tail.

Inhalte: einzigartig und regelmässig

  • Schreib aktiv und aktivierend, ausführlich und verständlich über ein Thema. Je grösser der Mehrwert für deine Leser, indem du z.B. eBooks, Videos, Infografiken oder Checklisten anbietest, desto vollständiger lesen und interagieren sie mit dem Inhalt. Google sieht das als ein Zeichen von Qualität.
  • Passe die Länge der Texte deinem Webseite-Umfeld an. 100 Wörter sollten es aber schon sein.
  • Fokussiere dich auf nur ein Thema. Je stärker fokussiert du schreibst, desto relevanter bist du für Googles in diesem bestimmten Thema. Du wirst von Google als Experte bzw. Autorität betrachtet.
  • Einzigartiger Inhalt, der nirgendwo anders gefunden wird, hat den Vorteil, dass dein sogenanntes Index- und Crawlingbudget nicht verschwendet wird. Es gibt den Crawlern vor, wie lange sie deine Website durchsuchen. Verschwendest du es, werden beispielsweise andere relevante Inhalte nicht mehr gefunden.
  • Bedenke, du schreibst nach wie vor nicht für eine Suchmaschine, sondern für Menschen, weshalb gute Lesbarkeit und anständige Rechtschreibung und Grammatik Pflicht ist. Idealerweise findest du auch einen guten Rhythmus beim Schreiben, sodass du regelmässig Inhalte veröffentlichen kannst. Das erfreut deine Leser und Suchmaschinen gleichermassen.
  • Ein Blog ist der beste Platz für deine Inhalte und die beste Art, Besucher anzulocken. WordPress ist sehr empfehlenswert, falls du noch keinen Blog hast.
  • Facebook, Twitter und Co. werden übrigens wie alle anderen Webseiten behandelt. Wenn der Crawler deren Inhalte erreicht, werden sie indiziert.

Usability und optimale User Experience

  • Wenn deine Leser und Besucher länger auf deiner Webseite verweilen und viel interagieren, dankt dir Google das mit einem positiven Einfluss auf dein Ranking.
  • Usability und das bestmögliche Nutzererlebnis sind also ein Garant für eine geringe Bounce-Rate und indirekt für dein Google-Ranking verantwortlich.

Struktur: Les- und schnell erkennbar

  • Verwende Zwischenüberschriften ( bis ), Absätze und ggf. Listen, sodass deine Leser und Google einfach erfassen können, was du ihnen vermitteln willst. Per  und  hebst du wichtige Schlüsselwörter hervor.
  • Strukturierte Daten, sogenannte “Rich Snippets”, übermitteln dem Crawler weitere Information zu deinen Inhalten. Das funktioniert für Produkte, Rezepte, Rezensionen, Veranstaltungen, Apps, Videos und Artikel.
  • Mit Googles “Structured Data Testing Tool” kannst du testen, ob du die Rich Snippets korrekt ausgezeichnet hast.

Meta-Angaben: Titel und Beschreibung

  • Der Titel deines Inhalts ist die wichtigste Angabe für die OnPage-Optimierung. Er wird von Lesern zuerst gesehen und ist in der Ergebnisausgabe der Suchmaschine prominent zu sehen. Die wichtigsten Keywords sollten im Titel enthalten sein. Eine weitere Beschreibung des Inhalts nimmst du im description-Tag vor. Halte dich dort kurz, weil Google diese Beschreibung auch anzeigt.
  • Für jeden einzigartigen Inhalt benötigst du eine eigene URL mit eigenem Titel, Keyword und Beschreibung. Das title-Tag ist einer der wichtigsten Rankingfaktoren.
  • Sind die URL, Titel und Beschreibung (Sprach- und Länderangaben zählen auch dazu) gut gewählt, klicken die Besucher deinen Inhalt. Google misst diese Klickverhalten und stuft den Inhalt als entsprechend relevant, mit Mehrwert behaftet und aktivierend (also zu einer Handlung auffordernd) ein.

Interne Verlinkungen

  • Um verwandte Themen deiner Website zu verbinden und Inhalte relevanter zu machen, nutzt du interne Verlinkungen. Zum Beispiel kannst du auf einen alten Artikel verweisen. Er bleibt damit sozusagen “am Leben”. Auch eine Best-Of-Sammlung von Artikeln zu einem Thema zu finden und für deine Leser bereitzustellen, ist ein guter Weg.
  • Für WordPress bietet das Plugin “Yet Another Related Posts Plugin (YARPP)”, deinem Leser und Google automatisch relevante Inhalte deiner Webseite anzuzeigen.
  • Variiere aber den Ankertext, wenn du häufig auf einen bestimmten Artikel verlinkst. Mit den Keywords des Zielartikels findest spielerisch immer wieder einen neuen Ankertext.

Interne Verlinkungen: Paginierte Artikel

  • Paginierte Artikel, also solche, die sich über mehrere Seiten erstrecken, können von Crawlern nur schwer als zusammenhängend erkannt werden.
  • Das Problem löst du, indem du die Attribute  und  im -Bereich nutzt. Du stellst so eine Beziehung zwischen mehreren Dokumenten (Seiten) her.  verweist auf den folgenden Teil,  auf den vorherigen Teil. Damit weiss der Crawler, dass sie zusammenhängen und in welcher Reihenfolge sie angeordnet sind.

Externe Verlinkungen

  • Bietest du deinen Lesern den Mehrwert, auf wertvolle externe Inhalte zu verlinken, machst du sie damit glücklich. Zunächst verlassen sie zwar deine Webseite, was du ja überhaupt nicht im Sinn hast. Da sie den Service-Gedanken, für deine Leser da zu sein, aber zu schätzen wissen, kommen sie wieder zurück als noch loyalere Leser.
  • Aus SEO-Perspektive ist es ebenfalls sehr sinnvoll, auf andere Websites und Blogs zu verlinken.

Performance: Deine Seiten müssen schnell erreichbar sein

  • Lange Ladezeiten und geringe Erreichbarkeit ist das K.O. deiner Website. Besucher brechen den Aufruf ab und Google bezieht diese Performance negativ in sein Ranking ein.
  • Auch die Wahl deines Webhostings (Webspace, Webserver, usw.) kann zum Flaschenhals führen, wenn die Besucherzahlen steigen, aber der Server die Seiten so langsam ausliefert, dass sie teilweise nicht erreichbar sind. Achte also darauf, dass du in deinem Webhosting-Paket die Möglichkeit hast, schnell und einfach dein Paket upzugraden bzw. auf einen performanteren Server zu wechseln.
  • Auch für Unterseiten deiner Startseite ist die schnelle Erreichbarkeit sehr wichtig. Je schneller, desto grösser ihre Bedeutung. Deshalb empfiehlt sich eine flache Hierarchie zu wählen oder Unterseiten mit optimalen Paginierungen oder entsprechenden Sitemaps zur Verfügung stellen.
  • Mit loads.in kannst du testen, wie lange deine Seite lädt und entsprechen OnPage-Optimierungsschritte vornehmen. Du kannst z.B. Bild-Dateigrössen verkleinern, generell weniger Bilder nutzen, Caching deiner Seiten aktivieren, uvm.
  • Halte deinen HTML- und CSS-Quelltext sauber und fehlerfrei, lade JavaScript-Dateien am Ende der Seite und sorge dafür, dass dein Content-Management-System (CMS) aktuell ist.
  • Um leistungshungrige Plugins in deinem CMS aufzuspüren, kannst du auch das P3-Plugin (Performance Profiler) benutzen.
  • Damit du weitergehend deine Ladezeiten verkürzt, hilft dir auch das W3 Total Cache Caching Plugin.
  • Beide Plugins sind für WordPress erhältlich.

Mini-Tipp 1: Die richtige Domain finden

Domains sind heute nicht mehr so wichtig wie vor einigen Jahren. Dennoch hilft es, wenn wichtige Keywords im Domainnamen vorkommen, da er in der Suchausgabe direkt zu sehen ist.
Suche dir eine Domain aus, die gut lesbar, zu merken und buchstabieren ist. Auch ältere Domains, die zu deinem Thema passen, mit entsprechend vielen Backlinks und einem guten PageRank, können vorteilhaft für dich sein. Versuche aber einen Domainwechsel zu vermeiden, will die du du dadurch Linkkraft verlierst und deine Stammleser womöglich auch irritiert sind. Vergiss nicht, dass du dich mit der Zeit thematisch auch veränderst, sodass dein Domainname nicht zu allgemein, aber auch nicht zu eng gewählt sein sollte.

Mini-Tipp 2: Eine sprechende URL

Nutze z.B. beispiel.de/haus-am-see statt beispiel.de/?id=123. Man nennt diese auch Permalinks.

Mini-Tipp 3: Bilder: Dateiname und Alternativtext

Bilder verbessern das Leseerlebnis. Ausserdem kannst du im Dateinamen und Alternativtext die wichtigsten Keywords unterbringen.

Mini-Tipp 4: Nutze Sitemaps

Mit dem Google Sitemap-Generator hast du die Möglichkeit, für Suchmaschinen automatisch eine sogenannte XML-Sitemap zu erstellen. Damit verstehen die Crawler besser, wie deine Website strukturiert genau ist.

Mini-Tipp 5: Keine Weiterleitungsketten

Die sogenannten Weiterleitungsketten stehlen Crawlern wichtige Ressourcen in ihrer Aufgabe, das Netz zu durchsuchen. Mit 301-Statuscodes auf ein neues Linzkiel zu verweisen, ist legitim. Übertreibe es aber nicht, da Suchmaschinen z.T. das Crawling der Weiterleitungskette abbrechen. Damit ist dann weder der Suchmaschine noch dir geholfen.

Weitere Tools für die OnPage-Optimierung

Mit “SeeRobots” siehst du die Meta-Robots-Information der aktuell betrachteten Webseite.
“SearchStatus” zeigt dir zusammengefasst, die SEO-relevanten Information einer Webseite an. Ähnliches macht auch “Mozbar” und “SEO for Firefox” für dich.
Mit “WordPress SEO by Yoast” hast du ein sehr populäres WordPress-Plugin zur Hand. “wpSEO” ist auch sehr hilfreich.

Die wichtigsten OnPage-Optimierungsregeln im Überblick

1. Eine sauber strukturierte Website
2. Passende Keywords für deine Inhalte
3. Schreibe für deine Leser
4. Struktur für Google und Leser
5. Hochwertige Links
6. Mehrwert durch Multimedia
7. Eigene Tests (Leser und Inhalt sind individuell)
8. Finde Optimierungspotenziale
9. Messe und bewerte Optimierungen

Warum OnPage-Optimierung wichtig ist?

Deine Inhalte schreibst du für deine Leser und Crawler. Sie wollen sie mit geringem Aufwand und dank guter Struktur gerne lesen, auf einen Blick die wichtigsten Informationen und relevante Zusätze erhalten, inhaltliche Zusammenhänge erkennen und ähnliche Inhalte finden.