Die Offpage-Optimierung ist ein Teil der Suchmaschinenoptimierung.

Unter Offpage-Optimierung werden alle Massnahmen zusammengefasst, die ausserhalb der Internetseite stattfinden. Im Gegensatz dazu versteht der SEO unter Onpage-Optimierung alle Eingriffe, die auf der Seite stattfinden. Die wichtigste Massnahme der Offpage-Optimierung ist das Linkbuilding. Links von anderen Internetseite werden von Google als sehr hoch eingeschätzt. Für Google hat eine Seite mit vielen Backlinks eine höhere Relevanz, da viele Verweise auf die Seite auf eine hochwertige Seite hindeuten. Das wichtigste Ziel ist es, eine möglichst hohe Anzahl von hochwertigen Backlinks zu bekommen. Darüber hinaus gibt es noch eine Reihe von anderen Massnahmen, die auch die Relevanz der Seite erhöhen. Wichtig ist vor allem die Präsenz in den sozialen Netzwerken.

Content is King

Immer mehr SEOs unterstreichen die Wichtigkeit von hochwertigen Inhalten und auch für die Offpage-Optimierung kann dessen Stellenwert gar nicht oft genug betont werden. Hochwertiger Content erweckt die Aufmerksamkeit von anderen Seitenbetreibern, die auf der Suche nach guten Inhalten sind. Nicht jeder hat die Zeit, diese selber zu erstellen. So verlinkt er einfach auf eine andere Seite und schon hast du einen sehr wertvollen Backlink.

Hier haben Blogs einen eindeutigen Vorteil. Wer du nur eine Seite mit statischen Inhalten betreibt, bekommst du seltener Backlinks, weil diese Inhalte weniger Interessant sind. Falls du allerdings einen Blog passend zu deinem Shop betreibst, erscheinen regelmässig wertvolle Tipps und Inhalte, die auch für andere Seitenbetreiber interessant sind. Somit ist ein Blog nicht nur zur Imagepflege wichtig, sondern hilft dir auch dabei, Backlinks zu bekommen

Bei der Erstellung von hochwertigem Content ist zunächst auf eine gründliche Recherche zu achten. Der Text muss gut strukturiert sein und sollte kannst du soziale Netzwerke wie Twitter, Facebook oder Google Plus nutzen.

Eine besondere Art von Content stellen die sogenannten Linkbaits dar. Dabei handelt es sich um Texte, die in erster Linie dem Linkaufbau dienen. Diese Texte provozieren von anderen Seiten geradezu eine Reaktion in Form eines Backlinks. Wer zum Beispiel über andere Blogs berichtet und diese bewertet, der kann sich sicher sein, dass die Betreiber das lesen und oft auch einen Backlink setzen.

So bekommst du hochwertige Backlinks

Der optimale Linkaufbau sieht so aus, dass du hochwertige Inhalte schreibst und dieser dann von möglichst vielen anderen Seiten verlinkt wird. Um den Linkaufbau ein wenig zu forcieren, hast du verschiedene Möglichkeiten. Die Produktion von Linkbaits wurde eben schon genannt. Hier noch eine Reihe von anderen Aktivitäten. Diese Liste ist selbstverständlich nicht vollständig und wenn du eine gute Idee hast, dann probiere diese einfach aus:

  • Sehr beliebt sind Interviews mit anderen Seitenbetreibern und Bloggern. Normalerweise weist der Interviewte auf das Interview mit einem Backlink hin. Falls das Interview interessante Sichtweisen zeigt, kommen bestimmt noch andere Backlinks hinzu.
  • Für Blogger ist die Teilnahme an einer Blogparade sehr interessant. Es handelt sich dabei um einen Zusammenschluss mehrere Blogger. Ein Teilnehmer gibt ein bestimmtes Thema vor und die anderen schreiben dann einen Artikel dazu. Normalerweise verlinken die anderen Blogger auf die Seite.
  • Gewinnspiele veranstalten. Dies macht natürlich nur dann Sinn, wenn es einen hochwertigen Preis gibt, der für die Zielgruppe interessant ist.

Bei diesem Linkaufbau sprechen SEOs gerne vom passiven Linkaufbau. Passiv deshalb, weil du nur den Content erstellst, der Link aber von anderen gesetzt wird.

Möglichkeiten des aktiven Linkaufbaus

Es gibt auch die Möglichkeit, dass du selbst aktiv wirst und einen Link auf deinen Seite setzt. Einige der nachfolgenden Methoden solltest du mit Vorsicht verwenden und darauf achten, dass die Links von hochwertigen Seiten kommen.

  • Artikelverzeichnisse, Webkataloge, Social Bookmarks: Vor allem diese Methoden sind in letzter Zeit arg unter Beschuss von Google geraten und deshalb solltest du sehr vorsichtig damit umgehen. Es gibt immer noch SEOs, die in erster Linie mit diesen Verzeichnissen arbeiten. Hier gelegentlich einen Link zu setzen kann durchaus für ein gewisses “Grundrauschen” sorgen, doch überhand nehmen dürfen sie nicht.
  • Freeblogs: Es gibt viele Anbieter, die dir die Möglichkeit bieten, einen Blog zu veröffentlichen. Von diesem aus kannst du dann auf deinem eigenen Blog verlinken. Es müssen nicht Fachartikel sein, sondern besser sind persönliche Berichte zur Thematik. Optimal sind vier oder fünf Artikel, von denen zwei jeweils einen Link auf deine Seite beinhalten. Ein Freebloganbieter ist zum Beispiel WordPress.com.
  • Kommentare und anderen Blogs und Foren: Die Blogs müssen thematisch zum eigenen Blog passen und dem Leser einen Mehrwert bieten. Einfache Kommentare wie “guter Artikel” werden von den meisten Blogger kommentarlos gelöscht. Schau dir den Artikel genau an und schreibe deine Meinung dazu. Oft kannst du auch in Foren posten, allerdings ist nicht immer ein Link erlaubt. Hier musst du dir zunächst die Forenregeln durchlesen, bevor du deinen ersten Beitrag verfasst.
  • Bei den Backlinks sind die sozialen Netzwerke immer wichtiger. Hier kommen vor allem Twitter, Facebook und vor allem Google plus in Frage. Die Backlinks von diesen Seiten registriert Google und listet die Seite in den Suchergebnislisten weiter vorne.
  • Gekaufte Artikel: mit dieser Möglichkeit solltest du vorsichtig umgehen, denn Google straft Seiten ab, die viele Links kaufen. Wichtig ist, dass der Artikel sich nicht von anderen Artikel des Bloggers unterscheidet und er vor allem auch nicht als Werbung gekennzeichnet ist.
  • Gastartikel: Ein etwas aufwändiger, dafür sehr wirkungsvoller Weg ist das Verfassen von Gastartikel für andere Blogs. Du googelst einfach nach thematisch verwandten Seiten und schreibst den Seitenbetreiber an. In vielen Fällen wird er damit einverstanden sein, einen Gastartikel von dir zu veröffentlichen.

 Wie sieht ein guter Link aus

  • Setzte Links bitte nur auf Seiten, die auch zu deinem Thema passen. Wahllos irgendwelche Links auf irgendwelche Seite zu setzen, schadet dir mehr als das es nützt. Zunächst solltest du darauf achten, dass der Link Dofollow ist. Ein Dofollow-Link ist ein Link, der den PageRank der Seite weitergibt. Falls es sich um einen Nofollow-Link handelt, dann ist der Link weniger wirkungsvoll. Ganz vergeblich ist ein Nofollow-Link allerdings auch nicht. Zu einer gesunden Linkstruktur gehört eine gewisse Anzahl von Nofollow-Links dazu.
  • Bei der Offpage-Optimierung ist der Linktext sehr wichtig. Viele verwenden einfach die Keywords, also diese Phrasen, mit denen sie von ihren Kunden gefunden werden wollen. Allerdings ist es nicht optimal, wenn immer nur “harte” Linktexte verwendet werden, wie Kindergarten München. Besser ist es, immer wieder Synonyme zu nutzen oder ganz einfach mal das Wörtchen “hier” zu verwenden. Sehr gut ist auch die Verwendung der Domain als Linktext, falls diese das Hauptkeyword enthält.
  • Der Link hat die grösste Wirkung, wenn er möglichst weit oben im Text platziert wird.

Auf die Qualität kommt es an

Je höher die Qualität eines Backlinks ist, desto stärker wirkt sich das auf die verlinkte Seite aus. Dabei spielen viele Faktoren eine Rolle. Ein wichtiger Faktor ist der Pagerank. Dabei handelt es sich um ein Bewertungsverfahren, das von Larry Page entwickelt wurde und in erster Linie die Backlinks in die Berechnung mit einbezieht. Wenn ein Backlink von einer Seite mit einem höheren Pagerank kommt, dann ist das in der Regel höher zu bewerten. Beim Setzen eines Backlinks muss unbedingt darauf geachtet werden, dass diese zum Thema der Seite passt. Wer wahllos irgendwelche Backlinks auf die eigene Seite setzt, die überhaupt nichts mit dem ursprünglichen Thema zu tun hat, der braucht sich nicht zu wundern, wenn die Seite irgendwann aus dem Index von Google verschwindet.

Ein natürlicher Linkaufbau ist wichtig

Ein hoher PageRank vererbt diesen teilweise auf die Seite, auf die er verlinkt. So erscheint es nur natürlich, dass in erster Linie nach Seiten mit einem hohen PageRank für die Verlinkung gesucht wird. Wer so vorgeht, riskiert allerdings auch eine Abstrafung durch Google. Google registriert sehr wohl, ob der Linkaufbau eine natürliche Struktur aufweist. Natürlich heisst in Zusammenhang mit Offpage- Optimierung pyramidenförmig. Ganz unten, am Fuss der Pyramide sitzen die Seiten mit niedrigem Pagerank, also 0 oder 1. Je höher die PageRanks werden, desto mehr verjüngt sich die Pyramide. Es darf also auf gar keinen Fall sein, dass du mehr Links mit PageRank 5 als mit PageRank 1 hast. Dieser Linkaufbau entspricht nicht den natürlichen Gegebenheiten.

Bei einem natürlichen Linkaufbau spielt auch die Geschwindigkeit eine Rolle. Es ist vollkommen unmöglich, dass du eine Linkstruktur innerhalb von einer Woche aufbaust. Lass dir Zeit, dann kommt der Erfolg fast wie von selber.

Beim Linkaufbau ist ferner wichtig, dass du nicht nur die Startseite verlinkst. Mindestens genauso wichtig sind Deeplinks zu Unterseiten.

Fazit: Warum sich Offpage-Optimierung nach wie vor lohnt

Die oben beschriebenen Massnahmen erfordern viel Zeit und vielleicht stellst du dir jetzt die Frage, ob sich das überhaupt lohnt. Die Antwort ist eindeutig ja. Durch einen konsequenten und vor allem langsamen Linkaufbau kommt deine Seite bei den relevanten Suchbegriffen sehr weit nach vorne. Ein vorderer Platz bei Google bedeutet eine enorme Umsatzsteigerung für dein Unternehmer oder eine deutliche Steigerung der Besucherzahlen. Letzteres wirkt sich auf deine Werbeeinnahmen aus. Wenn du einen vorderen Platz erobert hast, dann ist es wichtig, dass du weiter machst, denn du fällst ansonsten sehr schnell wieder zurück. Allerdings kannst du ruhig auch für ein paar Wochen in Urlaub fahren und die guten Umsätze laufen weiter, du verlierst also deine gute Position nicht sofort, sondern fällst nur allmählich zurück.

Die Alternative wäre, für deine Internetseite Werbung, zum Beispiel Adwords, zu schalten. Hier kostet dich jeder Besucher Geld und wenn du damit aufhörst, dann bleiben auch deine Besucher weg. Dieses sogenannte Suchmaschinenmarketing ist vielleicht am Anfang ganz nützlich, wenn du Besucher benötigst, doch später solltest du dafür sorgen, dass die Kunden von selber auf deine Seite kommen.